Sternenwanderer

Walk among the stars

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Geschichten

Schwangerschaft und Geburt

Wir erfuhren in der achten Woche, dass wir Zwillinge erwarteten. Nachdem unser kritischer Zeitpunkt ohne Probleme überstanden war, erzählten wir unseren Familien vom doppelten Glück und sie freuten sich riesig. Unsere Freunde waren sehr unterschiedlicher Meinung, die Reaktionen reichten von „Wir freuen uns ja so für euch“ bis „Herzliches Beileid“.

Ständig wurde gefragt, was wir uns denn wünschen würden und wie die Beiden denn heißen sollen. Ziemlich früh wussten wir, dass es zwei Jungen sind. Die Namen hatten wir dann auch relativ schnell gefunden. Jeder hatte einen Namen ausgesucht und diese wurden dann kombiniert, aber geheim gehalten. Wir wollten uns nämlich nicht in unsere Auswahl reinreden lassen (die Kommentare nach der Geburt haben gereicht).

Nach einer Bilderbuchschwangerschaft, die zwar mit viel Übelkeit und Infusionen beim Arzt angefangen hatte, machten sich unsere Wusel dann sechs Tage nach errechnetem Termin doch von allein auf den Weg. Eigentlich wollten wir an ihrem Geburtstag mit der Ärztin besprechen, wie wir die beiden auf die Welt locken könnten, was dann zum Glück nicht mehr nötig war. Sie entschieden also selbst, wann sie auf die Welt kommen wollten, allerdings auch wie.

Bendiks-Marlin hatte sich gegen Ende der Schwangerschaft wieder über seinem Bruder quer gelegt und so wurde beschlossen, die Beiden per Kaiserschnitt zu holen. Für mich, die sich das alles ganz anders gedacht und auch viel für eine natürliche Geburt getan hatte (Akkupunktur, Himbeerblättertee, Fußreflexzonenmassage, Zilgrei-Übungen), war das erst einmal ein ziemlicher Schock.

Felix-Thorge kurz nach der Geburt
Felix-Thorge kurz nach der Geburt

Doch nachdem Felix-Thorge und Bendiks-Marlin dann gesund und munter auf der Welt waren und ich sie das erste Mal schreien hörte, wusste ich, dass wir uns richtig entschieden hatten. Wäre einem der beiden etwas passiert, hätte ich mir das nie verziehen.

Nachdem ich aus dem OP kam, wurden die beiden Wusel zu uns ins Zimmer gebracht. Hier erfuhren wir dann auch, wie groß und wie schwer die beiden waren. Wir wussten schon von den Vorsorgeuntersuchungen her, dass beide groß und auch schwer sein sollten. Doch dann hat es uns und auch später alle anderen umgehauen, denn eigentlich sind Zwillinge fast immer leichter und kleiner.

Bendiks-Marlin kurz nach der Geburt
Bendiks-Marlin kurz nach der Geburt

Der stolze frisch gebackene Papa durfte die Nacht bei uns bleiben und hat ebenso wie ich kaum geschlafen. Die Zwillinge wachten immer wieder auf, hatten Hunger und Durst und waren vollkommen durcheinander. Aber am Finger von Papa saugen hat immer wieder beruhigt.

Leider mussten wir dann eine Woche in der Klinik bleiben, in der ich so gut wie keinen Schlaf fand und auch sonst ziemlich von der Rolle war. Ständig machte ich mir Sorgen, dass die Beiden zu lange schliefen, zu wenig tranken oder das irgendetwas mit ihnen sein könnte. Dabei bestand dazu überhaupt kein Anlass. Felix-Thorge hatte am Anfang zwar ein kleines Problem mit dem „Andocken“ an die Brust und schlief beim Trinken schnell wieder ein, doch er war einfach noch zu müde von der Geburt, das weiß ich jetzt. Die Schwestern hatten ihn immer wieder aufgeweckt und zum Trinken gedrängt. Felix-Thorge fing dann immer an zu weinen, weil er so müde war. Ich habe da gelegen und hätte am liebsten mit geweint. Später hat eine der Schwestern ihn dann vor und nach dem Trinken gewogen und da stellte sich heraus, dass er in den fünf bis zehn Minuten in denen er trank einen solchen Zug haben musste, dass er genug zu sich nahm. Bendiks-Marlin dagegen trank von Anfang an wie ein Besessener. Wir wogen ihn auch und er trank in einer Mahlzeit ca. 110g!

Die Zwillinge kommen nach Hause
Die Zwillinge kommen nach Hause

Und nicht nur im Trinken unterschieden sich die beiden. Irgendwann kam eine Schwester zu mir und fragte mich, ob Bendiks-Marlin einen Schnuller bekommen dürfte, da er immer so laut schreien würde, dass die anderen Babys dadurch gestört würden. Also bekam er einen und nuckelte viel und mit Hingabe an dem zu großen Schnuller. Felix-Thorge brauchte nur selten einen Schnuller.

Nach drei Tagen war ich wieder soweit auf den Beinen, dass ich allein aufstehen und mich auch selbst um sie kümmern konnte. Von da an wurde alles besser und ich wartete sehnsüchtig auf den Entlassungstag.

Geburtsdaten von Felix-Thorge

Name Felix-Thorge
Geburtszeit 2005-11-28 17:30
Gewicht 3660g
Größe 52cm
Kopfumfang 34cm

Geburtsdaten von Bendiks-Marlin

Name Bendiks-Marlin
Geburtszeit 2005-11-28 17:31
Gewicht 3270g
Größe 53cm
Kopfumfang 36cm

Copyright © 2006 Birte Heinzel